Dienstag
14.06.2022
KLAVIERTRIO

Hanna Weinmeister, Violine

Anita Leuzinger, Violoncello

Anton Kernjak, Klavier

RAFFINESSEN

Kammermusikfestival

07.–19.06.2022

Tickets CHF 35

Bis 18 J. freier Eintritt

Studierende CHF 15

info@erstklassik.ch

041 660 91 18 (Fr)

Konzertprogramm

 

Joachim Raff  (1822-1882)

Klaviertrio Nr. 2 G-Dur op. 112

Franz Liszt  (1811-1886)

"Tristia – la vallée d'Obermann" (Fassung für Klaviertrio)

György Kurtág  (1926)

"Varga Bálint Ligaturája" für Klaviertrio  (2007)

Robert Schumann  (1810-1856)

Klaviertrio Nr. 1 d-Moll, op. 63  (1847)

STRING SPRINGERS

Das Violin-Quartett "String Springers" mit den Alpnacher Musikschülerinnen Noë Kayser, Anna Lena Janach, Johanna Riek und Julia Riek ist im Januar mit dem 1. Preis des Rotary Musikpreis 2022 ausgezeichnet worden. Wir gratulieren herzlich zu dieser tollen Leistung und freuen uns, dass das Quartett als Ouvertüre des Konzertes das Siegerwerk für Sie spielen wird. Wir hören von Georg Philipp Telemann das Concerto D-Dur für 4 Violinen.

 
OUVERTÜRE
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STRING SPRINGERS mit Anna Lena Janach, Johanna Riek, Julia Riek und Noë Kayser (Leitung Doris Estermann-Renzler)

DAS KLAVIERTRIO

Hanna Weinmeister, Violine

Die Geigerin Hanna Weinmeister ist in Salzburg geboren. Sie maturierte dort am musischen Gymnasium und studierte anschliessend in Wien bei Gerhard Schulz und in Lübeck bei Zakhar Bron Violine.

Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, unter anderem des Internationalen Mozart Wettbewerbs in Salzburg, des Concours International Jaques Thibeaud in Paris und des International Parkhouse Award in London. 

Seit 1998 ist Hanna Weinmeister Erste Konzertmeisterin am Opernhaus Zurich und seit 2014 Mitglied des Orchesters La Scintilla, das historische Aufführungspraxis pflegt.

Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt in der Kammermusik:

Sie ist Mitglied des Tetzlaff Quartetts, des Trio Weinmeister, des Krenek Ensembles und des Ensemble Labyrinth. Kammermusikkonzerte führten sie mit Musikern wie Heinz Holliger, Heinrich Schiff, Leonidas Kavakos, Alexander Lonquich, Denes Varjon, Renaud Capucon und Clemens Hagen und vielen anderen zusammen. 

Als Solistin arbeitete sie zusammen mit Dirigenten wie Heinz Holliger, Heinrich Schiff, Christoph von Dohnanyi, Fabio Luisi, Michael Gielen, Franz Welser Möst und sie war Gast bei den Münchner Philharmonikern, den Berliner Symphonikern, dem Südfunk Stuttgart, der Philharmonia Zürich, dem Basler Symphonieorchester, dem Mozarteumorchester, dem Wiener Kammerorchester, dem Calgary Symphonie Orchestra und dem English Chamber Orchestra.

Sie  war zudem eingeladen bei den Salzburger Festspielen, bei der Schubertiade, Schwarzenberg, bei den Ittinger Pfingstkonzerten, bei Spannungen in Heimbach, beim Kunstfest Weimar, beim Lucerne Festival und vielen mehr.

Anita Leuzinger, Violoncello

Anita Leuzinger wurde in der Nähe von Zürich geboren und begann im Alter von fünf Jahren Cello zu spielen. Sie studierte bei Thomas Grossenbacher in Zürich und bei Thomas Demenga in Basel, wo sie ihre Studien mit dem Solistendiplom „mit Auszeichnung“ abschloss. Einen grossen Einfluss auf sie hatte der ungarische Pianist Ferenc Rados, der ihr einen gänzlich neuen Zugang zur Musik eröffnete. Weitere wichtige Impulse erhielt sie von György Kurtag, Miklos Perenyi und Steven Isserlis.

Im Juni 2008 gewann Anita Leuzinger den renommierten Naumburg-Wettbewerb in New York und gab daraufhin im Herbst 2009 ihr Debut-Recital in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall.

Bereits mit 23 Jahren wurde die junge Künstlerin Solocellistin des Tonhalle Orchesters Zürich. Ihr Teilzeitpensum erlaubt es ihr, sich intensiv ihrer kammermusikalischen Leidenschaft zu widmen und ihre Solokarriere zu verfolgen. Ihre Konzerttätigkeit führte sie zu zahlreichen Festivals in der Schweiz und im Ausland, darunter das Lucerne Festival, die Salzburger Festspiele, das Davos Musik Festival, das Festival „Open – Chambermusic“ IMS in Prussia Cove, England, die Sommets Musicaux Gstaad und das Festival „Viva Cello“.

Als Solistin ist Anita Leuzinger unter anderem mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem

Sinfonieorchester Basel, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem ORF-Sinfonieorchester Wien, dem slowakischen Radio-Sinfonieorchester, den Zagreber Solisten und dem American Symphony Orchestra aufgetreten.

 

 

Anton Kernjak, Klavier

Der Pianist Anton Kernjak entstammt einer slowenisch-sprachigen österreichischen Familie. 

Als gefragter Kammermusiker geht er in verschiedenen Duo- und Trio-Besetzungen einer regen Konzerttätigkeit in Europa, Kanada, den USA und Japan nach. Engagements führten ihn  in die Tonhalle Zürich, ins Konzerthaus Berlin, zum WDR nach Köln, in die Wigmore Hall nach London und mehrmals in die Carnegie Hall nach New York. 

Seit vielen Jahren spielt Anton Kernjak im Duo mit der Cellistin Anita Leuzinger.

Prägend ist für ihn auch die Zusammenarbeit mit den Basler Komponisten Roland Moser, Jürg Wyttenbach und Heinz Holliger. Mit letzterem konzertiert er seit Jahren im Duo und Trio und es entstehen mehrere Radio- und CD- Aufnahmen.

Seit 2009 ist Anton Kernjak Professor für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel.

Seine eigene musikalische Ausbildung erhielt er von Christoph Lieske, Rudolph Buchbinder, György Kurtag und über viele Jahre vom ungarischen Musiker Ferenc Rados.

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Zum 200-Jahr-Jubiläum des Schweizer Komponisten Joachim Raff interpretiert das Klaviertrio Weinmeister/Leuzinger/Kernjak das 2. Klaviertrio, welches Raff 1863 geschrieben hat.

Joachim Raff

 

Am 27. Mai 1822 kam in Lachen am Zürichsee Joseph Joachim Raff zur Welt. Nach der Schulausbildung wurde Raff zuerst Primarlehrer in Rapperswil. Nach vier Jahren Schuldienst und autodidaktischer Ausbildung in Klavier- Orgel- und Violinspiel wählte er den Musikerberuf.

Im Sommer 1845 engagierte der Klaviervirtuose und Komponist Franz Liszt den jungen Raff als Sekretär. In diese Zeit fallen auch erste grössere Aufführungen seiner Werke («König Alfred» am Weimarer Hoftheater). Auf die Dauer war aber Raffs eigenständiger Charakter mit dem Liszts nicht zu vereinbaren und der junge Komponist ging (auch stilistisch) seine eigenen Wege.

1856 verliess er Weimar und siedelte sich für 21 Jahre in Wiesbaden an. Es folgte eine Zeit intensivster kompositorischer Tätigkeit neben seinem Wirken als Klavierlehrer und Dozent für Harmonielehre.

1877 wurde Raff als erster Direktor des Hochschen Konservatoriums nach Frankfurt berufen. Das Institut gewann in den ersten Jahren einen internationalen Ruf, nicht zuletzt dank Raffs Anstellung vorzüglicher Musikerpersöhnlichkeiten (Julius Stockhausen, Clara Schumann…). Kurz nach seinem sechzigsten Geburtstag, in der Nacht vom 24. auf den 25 Juni 1882, starb Raff in seiner Wohnung in Frankfurt an einem Herzinfarkt.

Quelle https://joachim-raff.ch/joachim-raff/